Sie ging, kam zurück und gründete

Was eine Saar­län­de­rin in die Fer­ne zog und was sie an der Hei­mat schätzt
Saar­brü­cker Zei­tung | 20.10.2017

Die htw saar ist for­schungs­stark und bil­det exzel­len­te Fach­kräf­te aus, die in Deutsch­land, Euro­pa und der Welt begehrt sind. Die fol­gen­de Geschich­te zeigt, womit das Saar­land sie hal­ten kann.

 

Caro­lin Acker­mann hat­te 2009 bei der Suche nach einem BWL-Stu­di­en­gang die htw saar „gar nicht auf dem Schirm”. An der Inter­na­tio­nal School of Manage­ment (ISM) in Frank­furt fin­det sie den erwünsch­ten Anwen­dungs- und Pra­xis­be­zug. Sie absol­viert ein Semes­ter in Mar­seil­le, ein Prak­ti­kum in Luxem­burg, kommt her­um und fühlt sich über­all wohl. Frank­furt „hat viel zu bie­ten, Shops, Events, Mobi­li­tät und das gewis­se Groß­stadt- bzw. Businessflair.”

Nach dem Bache­lor-Abschluss wird sie auf den Mas­ter-Stu­di­en­gang Mar­ke­ting Sci­ence der htw saar auf­merk­sam, „die Lern­at­mo­sphä­re, klei­ne Grup­pen, vie­le Pra­xis­pro­jek­te, gute Betreu­ung durch die Pro­fes­so­ren” sind genau das, was sie sucht. Nach dem Abschluss hält sie Kon­takt zu ihrem Mas­ter-Betreu­er Prof. Dr. Frank Häl­sig, der ihr „ein paar Jungs bei den Inge­nieu­ren, die Unter­stüt­zung gebrau­chen könn­ten, beson­ders was Mar­ke­ting und Ver­trieb angeht” ans Herz legt. Sie steigt ins Pro­jekt OCEAN CUBE (“Mee­res­wür­fel”) ein, aus dem nach einer EXIST-For­schungs­trans­fer-För­de­rung in zwei Jah­ren ein Start-Up wer­den wird. Die Idee: Nach­hal­ti­ge Aqua­kul­tur in einem Con­tai­ner. „Unse­re Anla­ge ist kreis­lauf­ge­führt, es gibt kei­ne Ein­flüs­se von außen und opti­ma­le Hal­tungs­be­din­gun­gen. Wir set­zen auf ein stan­dar­di­sier­tes und schlüs­sel­fer­ti­ges Modell zur regio­na­len Pro­duk­ti­on hoch­wer­ti­ger Lebens­mit­tel. Die natür­li­chen Fisch­be­stän­de wer­den vie­ler­orts bald erschöpft sein. Wenn wir im Bereich der land­ba­sier­ten Aqua­kul­tur Lösun­gen für Deutsch­land ent­wi­ckeln, stärkt das auch den Wirt­schafts­stand­ort Saarland.”

Die Chan­cen, dass Caro­lin Acker­mann dem Saar­land erhal­ten bleibt, ste­hen gut: „Für mich per­sön­lich sind Fami­lie, Freun­de und das ‚Hei­mat­ge­fühl’ sehr wich­tig. Im Saar­land geht alles ein­fa­cher und schnel­ler, viel funk­tio­niert über per­sön­li­che Kon­tak­te, man ist mobil und fle­xi­bel. Zudem ist das Saar­land sehr grün, ich woh­ne auf dem Land und nut­ze die Ruhe, um die Reser­ven auf­zu­fül­len”. So kommt zu den vie­len guten Argu­men­ten pro Saar­land hin­zu, dass eine viel­fäl­ti­ge, her­aus­for­dern­de Wis­sen­schafts­land­schaft und ein star­ker, gut auf­ge­stell­ter Mit­tel­stand ehr­gei­zi­gen Fach­kräf­ten die Chan­ce geben, sich für Inno­va­ti­on und eine gute Zukunft für alle einzusetzen.

htw saar