Aus dem Container frisch auf den Tisch

JUMO Kun­den­ma­ga­zin | 01/2019 

Fisch wird als Nah­rungs­mit­tel in Zukunft immer wich­ti­ger. Ein inno­va­ti­ves Unter­neh­men will die Ver­sor­gung mit einem völ­lig neu­ar­ti­gen Kon­zept sicher­stel­len.

Mee­res­fisch ohne Meer – und das auch noch in Con­tai­nern? Was auf den ers­ten Blick wie Zukunfts­mu­sik klingt, hat eine Grup­pe jun­ger Unter­neh­mer in Saar­brü­cken als Aus­grün­dung der Hoch­schu­le für Tech­nik und Wis­sen­schaf­ten des Saar­lan­des rea­li­siert. Die SEAWATER Cubes GmbH hat eine kom­pak­te Fisch­zucht­an­la­ge ent­wi­ckelt, die in recy­cel­ten Schiff­s­con­tai­nern unter­ge­bracht ist und mit der Land­wir­te, Gas­tro­no­men, Lebens­mit­tel­händ­ler oder pri­va­te Fisch­lieb­ha­ber im Inland Mee­res­fisch züch­ten kön­nen. Dabei kommt auch Mess- und Regel­tech­nik von JUMO zum Ein­satz.

Bei dem Bau des SEAWATER Cube wer­den aus­ran­gier­te Schiff­s­con­tai­ner nach einer umfas­sen­den Auf­be­rei­tung der Wie­der­ver­wer­tung zuge­führt. Inner­halb der Anla­ge sind alle Betriebs­ab­läu­fe auf maxi­ma­le Ener­gie­er­spar­nis aus­ge­legt. Auf 100 Qua­drat­me­tern Flä­che kön­nen in einem SEAWATER Cube pro Jahr bis zu sie­ben Ton­nen See­fisch auf­ge­zo­gen wer­den. Der Cube wird in drei mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Schiff­s­con­tai­ner inte­griert. Die­ses kom­pak­te Kon­zept ist modu­lar und fle­xi­bel repro­du­zier­bar.

Hoher Auto­ma­ti­sie­rungs­grad
Mit einem inno­va­ti­ven Auto­ma­ti­sie­rungs­kon­zept über­nimmt der SEAWATER Cube alle Steue­rungs- und Über­wa­chungs­auf­ga­ben und sorgt dafür, dass die gewünsch­ten Pro­zess­pa­ra­me­ter sicher­ge­stellt sind. Die Auto­ma­ti­sie­rung ermög­licht einen nahe­zu unbe­ob­ach­te­ten Anla­gen­be­trieb und redu­ziert den Arbeits­auf­wand für den Anla­gen­be­trei­ber auf durch­schnitt­lich ein­ein­halb Stun­den am Tag. Zudem ist der Cube in eine fir­men­ei­ge­ne Cloud ein­ge­bun­den. Damit ste­hen dem Unter­neh­men alle Daten in Echt­zeit zur Ver­fü­gung und Anwen­der kön­nen in ihrem Pro­duk­ti­ons­pro­zess opti­mal unter­stützt wer­den. Grund­la­ge für das Was­ser im SEAWATER Cube ist zunächst nor­ma­les Lei­tungs­was­ser. Die­ses wird mit einer spe­zi­el­len Mine­ral­mi­schung, die dem Meer nach­emp­fun­den ist, auf­ge­sal­zen. Die Kreis­lauf­pum­pe führt das Was­ser drei Mal pro Stun­de durch die Fil­ter­ein­hei­ten, sodass alle anfal­len­den Rest­stof­fe rück­stands­los ent­fernt wer­den. Der SEAWATER Cube umfasst neben dem Pro­duk­ti­ons­be­cken meh­re­re phy­si­ka­li­sche und bio­lo­gi­sche Fil­ter­stu­fen. Die Fil­ter­tech­nik ist so opti­miert, dass täg­lich nur weni­ger als 1% des Pro­zess­was­sers ersetzt wer­den muss.

JUMO kon­trol­liert die Was­ser­qua­li­tät
Für die Kon­trol­le der Was­ser­qua­li­tät kom­men das modu­la­re Mehr­ka­nal­mess­ge­rät für die Flüs­sig­keits­ana­ly­se JUMO AQUIS touch sowie JUMO digi­Li­ne-Sen­so­ren zur Mes­sung der Leit­fä­hig­keit, Tem­pe­ra­tur und des Sauer­stoff­ge­halts zum Ein­satz. JUMO digi­Li­ne ist ein bus­fä­hi­ges Anschluss­sys­tem für digi­ta­le Sen­so­ren, das den Auf­bau intel­li­gen­ter Sen­sor­netz­wer­ke ermög­licht. Alle wich­ti­gen Mess­pa­ra­me­ter der Flüs­sig­keits­ana­ly­se kön­nen mit die­sem Sys­tem gemes­sen und ver­ar­bei­tet wer­den. Dar­über hin­aus nutzt das Sys­tem JUMO tecLi­ne-Sen­so­ren zur Mes­sung des Chlor­di­oxid- und Ozon-Gehalts. Mit­hil­fe des SEAWATER Cube kann See­fisch so auch regio­nal ange­bo­ten wer­den. Auf­wen­di­ge, lan­ge und die Umwelt belas­ten­de Trans­port­we­ge von den Küs­ten zum Ver­brau­cher wer­den ver­mie­den und die natür­li­chen Bestän­de geschont. Die Fische sind kei­nem Stress aus­ge­setzt und auf Medi­ka­men­te, die in her­kömm­li­chen Aqua­kul­tu­ren oft nötig sind, kann kom­plett ver­zich­tet wer­den.

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