Digitalisierung in der Landwirtschaft

Die Digi­ta­li­sie­rung ist eine der bedeu­tends­ten Ent­wick­lun­gen des 21. Jahr­hun­derts und hat die Land­wirt­schaft in den letz­ten Jah­ren revo­lu­tio­niert. Frü­her war der Beruf des Land­wirts mit einer enorm hohen kör­per­li­chen Belas­tung sowie einem gro­ßen zeit­li­chen Auf­wand ver­bun­den. Vie­le Tätig­kei­ten wur­den in Hand­ar­beit aus­ge­führt und der Land­wirt war gezwun­gen, zu jeder Zeit vor Ort ver­füg­bar zu sein. Die zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung hat in den letz­ten Jah­ren zu posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen für die Land­wir­te geführt – „Digi­tal Far­ming“ oder “Smart Far­ming“ sind kei­ne Fremd­wor­te mehr.

Deutsch­land gehört bei der Her­stel­lung und dem Ein­satz moder­ner Land­tech­nik zu den welt­weit füh­ren­den Natio­nen. Vor allem vie­le Star­tups aus dem „Ag-Tech“ Bereich (Agri­cul­tu­ral Tech­no­lo­gy) mischen in den letz­ten Jah­ren mit inno­va­ti­ven Ideen und neu­ar­ti­ger Soft­ware die land­wirt­schaft­li­che Bran­che auf. Auto­ma­ti­sier­te Sys­te­me wie Mel­kro­bo­ter, fern­ge­steu­er­te Mäh­dre­scher, Wein­bau­ro­bo­ter oder Füt­te­rungs­au­to­ma­ten sind mitt­ler­wei­le in der Tier­hal­tung weit ver­brei­tet. Zukünf­tig wer­den wei­te­re digi­ta­le Lösun­gen fol­gen.

“Laut einer Umfrage erachten 80 % der Landwirte die Digitalisierung in der Landwirtschaft als sinnvoll.“

Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL)

Das Schlag­wort „Big Data“ wird in der Land­wirt­schaft in den nächs­ten Jah­ren enorm an Wich­tig­keit gewin­nen. Durch neue Ent­wick­lun­gen in der Sen­sor­tech­nik kön­nen inzwi­schen viel­fäl­ti­ge Daten zu Pro­duk­ti­on und Tier­ver­hal­ten gesam­melt und so Pro­zes­se bewer­tet bzw. opti­miert wer­den. Intel­li­gen­te Sys­te­me über­neh­men die Über­wa­chung rele­van­ter Para­me­ter und stel­len alle Infor­ma­tio­nen in Echt­zeit zur Ver­fü­gung. Bei­spiels­wei­se mes­sen moder­ne Sen­so­ren die Kör­per­tem­pe­ra­tur, die Bewe­gungs­ak­ti­vi­tät oder das Trink­ver­hal­ten von Tie­ren. Neu­ar­ti­ge Kame­ra­mo­del­le unter­su­chen Bewe­gungs­mus­ter oder über­wa­chen die Gebur­ten von Jung­tie­ren. Die jeder­zei­ti­ge Ver­füg­bar­keit die­ser Daten über pas­sen­de Apps erleich­tert die täg­li­che Arbeit des Land­wirts. Oft­mals wird dem Land­wirt dadurch ermög­licht, dass er nicht mehr rund um die Uhr vor Ort sein zu muss.

Einen ent­schei­den­den Bei­trag zur kör­per­li­chen Ent­las­tung der Bau­ern leis­ten z. B. selbst­fah­ren­de Ern­te­fahr­zeu­ge, intel­li­gen­te Fut­ter­sys­te­me und Robo­ter. Durch die Redu­zie­rung der kör­per­li­chen Arbeit wird einer­seits die Vita­li­tät der Land­wir­te gestärkt. Zudem sichert der Ein­satz moder­ner Tech­no­lo­gien häu­fig die Nach­fol­ge in den Betrie­ben. Zwar gehen Exper­ten davon aus, dass durch smar­te Sys­te­me ange­stamm­te Arbeits­plät­ze ver­lo­ren gehen könn­ten, dafür ent­ste­hen aber neue Beschäf­ti­gungs­fel­der in der Daten­ana­ly­se oder durch die Ver­grö­ße­rung von wirt­schaft­li­chen, digi­ta­li­sier­ten Höfen.
Dane­ben kann durch die neu­en Mög­lich­kei­ten zur Über­wa­chung der Tier­ge­sund­heit und Früh­erken­nung von Miss­stän­den das Tier­wohl erhöht wer­den, bei­spiels­wei­se durch den Ein­satz von Fit­ness­tra­ckern und Gesund­heits­mo­ni­to­ring. Außer­dem wird die Pro­duk­ti­on von Lebens­mit­teln durch die Digi­ta­li­sie­rung nach­hal­ti­ger und trans­pa­ren­ter gestal­tet, u.a. durch prä­zi­se Anga­ben zur Her­kunft der Pro­duk­te.

Mit dem SEAWATER Cube möch­ten wir Land­wir­ten einen wei­te­ren Pro­duk­ti­ons­zweig mit allen Vor­tei­len der digi­ta­len Welt eröff­nen. Unse­re voll­au­to­ma­ti­sier­te Fisch­zucht­an­la­ge bean­sprucht ledig­lich einen Platz­be­darf von 100 qm und bedingt einen durch­schnitt­li­chen Arbeits­auf­wand von maxi­mal 1,5 Stun­den pro Tag. Eine inte­grier­te Kame­ra ermög­licht die jeder­zei­ti­ge und orts­un­ab­hän­gi­ge Sicht­kon­trol­le bzw. Über­wa­chung der Tie­re. Über ein Sie­mens-Panel hat der Betrei­ber unun­ter­bro­chen Zugriff auf sämt­li­che Anla­gen­pa­ra­me­ter und auch ver­schie­de­ne Steue­rungs­funk­tio­nen sind in Echt­zeit rund um die Uhr ver­füg­bar. Der Cube ist in die fir­men­ei­ge­ne Cloud ein­ge­bun­den und kom­mu­ni­ziert über moder­ne Fern­wirk­sys­te­me mit unse­rer SEAWATER Sys­tem­zen­tra­le. Dadurch kön­nen wir im Betrieb unter­stüt­zen, Bedie­nungs­feh­ler wer­den ver­mie­den und die Pro­zess- und Pro­duk­ti­ons­sta­bi­li­tät erhöht.

Der ver­mehr­te Tech­no­lo­gie­ein­satz in land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­tio­nen ist zusam­men­fas­send also mit vie­len Vor­tei­len ver­bun­den. Eine voll­stän­di­ge Auto­ma­ti­sie­rung in der Land­wirt­schaft ist jedoch noch weit­ge­hend eine Zukunfts­vi­si­on. Abschlie­ßen bleibt fest­zu­hal­ten, dass der Umgang mit Tie­ren sowie der Acker­bau sen­si­ble Tätig­keits­fel­der sind, die nie voll­stän­dig auf den mensch­li­chen Fak­tor ver­zich­ten wer­den. Manch­mal kön­nen Intui­ti­on, Erfah­rung und gesun­der Men­schen­ver­stand ein­fach bes­ser hel­fen, als jede Soft­ware.

Refe­ren­zen

— Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL): Digi­ta­li­sie­rung in der Land­wirt­schaft

— Land­wirt­schafts­ver­lag GmbH, F3 – farm.food.future, „Big bro­ther is watching Kuh“, Aus­ga­be 01/2019

 

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