FISCHZUCHT

Invest­ment

WIRTSCHAFTLICHKEIT VON AQUAKULTURANLAGEN

Die Aqua­kul­tur macht nicht nur aus öko­lo­gi­scher Sicht Sinn, son­dern bie­tet eine lukra­ti­ve Möglick­eit zur nach­hal­ti­gen Geld­an­la­ge: Mit einer Inves­ti­ti­on in ein geschlos­se­nes Kreis­lauf­sys­tem kann eine attrak­ti­ve Ren­di­te im Bereich Food erzielt wer­den. Wer eine sol­che Anla­ge instal­lie­ren möch­te, soll­te sich zuvor aller­dings aus­führ­li­che Gedan­ken über die anfal­len­den Aus­ga­ben und Ein­nah­men im Betrieb machen. Letzt­lich ist die Ver­mark­tung des pro­du­zier­ten Fisches essen­zi­ell für die Wirt­schaft­lich­keit. Für die inno­va­ti­ve, land­ba­sier­te Fisch­zucht emp­fiehlt sich die Direkt­ver­mark­tung. Über nach­ste­hen­des For­mu­lar besteht die Mög­lich­keit, eine Mus­ter-Excel Datei zum Model­lie­ren zu down­loa­den. Die Datei dient als Ori­en­tie­rung. Sie erhebt kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit für Dei­nen eige­nen Case. Ger­ne tre­ten wir bei kon­kre­tem Kauf­interesse in einen inten­si­ve­ren Aus­tausch bzgl. der ein­zel­nen Posi­tio­nen in der Wirtschaftlichkeitsberechnung.

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WEITERE ANGABEN

Produktionsmenge vs. Absatzmenge
Ein Cube pro­du­ziert jähr­lich 7.800 kg Roh­fisch. Beim Aus­neh­men des Fisches fal­len etwa 10% Ver­lust durch die Ein­geweide an. Dem­nach ergibt sich für eine Anla­ge eine jähr­li­che verkaufs­fähige Men­ge von 6.630 kg ausge­nommenem Fisch.
Vermarktung

Die nach­hal­ti­ge Auf­zucht von fri­schem Meeres­fisch im Inland ist auf­grund des Ein­sat­zes von hoch­entwickelter Techno­logie mit gewis­sen Kos­ten ver­bun­den. Für Fisch aus Kreis­lauf­aqua­kultur emp­fiehlt sich daher die Direkt­vermarktung an den End­verbraucher, die Gas­tro­no­mie oder Fein­kost­läden und Premium­anbieter im Lebensmitteleinzelhandel.

Verkaufspreise

Grund­sätz­lich sind die Verkaufs­preise indi­vi­du­ell durch den Betrei­ber zu bestim­men. Fisch aus dem SEAWATER Cube kann frisch ver­kauft wer­den und wird nach­hal­tig und unter kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen gezüch­tet. Er ist somit im Pre­mi­um Seg­ment anzu­sie­deln. Dement­sprechend kann man sich an den Prei­sen für ver­gleich­ba­re Qua­li­tät (z.B. Bio) ori­en­tie­ren. Alter­na­tiv kön­nen auch Prei­se für Fleisch aus regio­na­ler Her­kunft als Anhalts­punkt dienen.

Kon­kre­te Richt­prei­se pro kg Wolfs­barsch an den End­verbraucher kön­nen unse­rem Online Shop ent­nom­men werden.

Veredelung & Haltbarmachung

Durch die Ver­ede­lung und Halt­bar­ma­chung des Fisches sowie die Wei­ter­ver­ar­bei­tung der Kar­kas­se kann die Wirtschaft­lichkeit posi­tiv beein­flusst wer­den. Von File­tie­ren über Räu­chern bis hin zum Ein­ko­chen gibt es zahl­reiche schmack­hafte Möglich­keiten, sein Sor­ti­ment zu erwei­tern und aufzuwerten.

Abschreibung

Wir emp­feh­len eine Abschrei­bung der Anla­ge über 10 Jah­re. Es gibt aktu­ell für Kreislauf­anlagen kei­ne gesetz­li­che vor­ge­ge­be­ne Afa, daher kann sich an Klär­anlagen ori­en­tiert werden.

Finanzierung

Neben der Finan­zie­rung mit eige­nen Mit­teln bie­tet sich der Gang zur Bank an. Wenn eine Haus­bank zur Finan­zie­rung eines Pro­jek­tes gefun­den ist, besteht die Mög­lich­keit, dass die­se sich bei der Land­wirt­schaft­li­chen Ren­ten­bank refi­nan­ziert. Dann kann mit einem Zins­satz von nur 1–1,5% gerech­net wer­den. Nähe­re Infos zum Pro­gramm gibt es hier.

Zudem gibt es bei vie­len Bürgschafts­banken spe­zi­el­le Pro­gram­me für Agrar­investitionen. Hier­bei wird in Abhän­gig­keit der Investitions­summe ein Teil der Ausfall­bürg­schaft durch die Bürgschafts­bank übernommen.

Förderung

Für Inves­ti­tio­nen in die Aqua­kul­tur gibt es grund­sätz­lich För­der­mög­lich­kei­ten über den Euro­päi­schen Mee­res- und Fische­rei­fonds. Das Pro­gramm wird in 2021 neu auf­ge­legt und jeweils auf Ebe­ne der Bun­des­län­der umge­setzt. In den Län­dern ist i.d.R. das Minis­te­ri­um für Land­wirt­schaft, Umwelt- und Verbraucher­schutz zustän­dig. Je nach Land sind die Vor­aus­set­zun­gen für Antrag­steller und die mög­li­chen För­der­sät­ze (ca. 20–50%) unterschiedlich.

Stromverbrauch

Eine Anla­ge ver­braucht 48.000 kWh Strom pro Jahr. Bei der Berech­nung der Betriebs­kosten ist noch der Strom­verbrauch in der Ver­ar­bei­tung hin­zu zu addie­ren. Die­ser ist indi­vi­du­ell abhän­gig von der Anzahl der Schlacht­tage und den ver­wen­de­ten Maschi­nen und Geräten.

Wasserverbrauch

Der Was­ser­ver­brauch kann jähr­lich mit rund 275 m³ ange­ge­ben wer­den. Er setzt sich zusam­men aus den 500 Litern, die täg­lich in der Anla­ge selbst nach­gefüllt wer­den sowie dem Was­ser, wel­ches wäh­rend der Schlach­tung und zum Rei­ni­gen ver­braucht wird.

Setzlinge

Zur Pro­duk­ti­on von 7,8 t Fisch wer­den jähr­lic 21.000 Setz­lin­ge benö­tigt. Die­se kön­nen je nach Fisch­art über uns bezo­gen wer­den. Die Kos­ten für einen Wolfs­barsch Setz­ling lie­gen aktu­ell bei 0,60 €.

Futter

In der Anla­ge wer­den pro Tag durch­schnitt­lich 25 kg Fut­ter ver­braucht. Dies ergibt einen jähr­li­chen Gesamt­bedarf von rund 9,3 t. Je nach Alters­gruppe kom­men unterschied­liche Futter­mittel zum Ein­satz. Im Durch­schnitt liegt der Preis pro kg aktu­ell bei 1,55 €. Das Fut­ter kann eben­falls über uns bezo­gen werden.

Salz

Um den Tie­ren einen idea­len Lebens­raum zur Ver­fü­gung zu stel­len, kommt eine spe­zi­el­le Mineral­salz­mischung zum Ein­satz, die dem Meer nach­empfunden ist. Die Anla­ge wird beim Anfah­ren ein Mal initi­al auf­gesalzen. Anschlie­ßend wer­den jähr­lich rund 5,5 t Salz benö­tigt. Salz kos­tet aktu­ell 0,40 € pro kg. Auch hier bie­ten wir einen Bestell­service an.

Anlagenchemie

Der Punkt Anlagen­chemie umfasst meh­re­re Posi­tio­nen: Um die bio­lo­gi­schen Fil­ter am Lau­fen zu Hal­ten ist der Ein­satz von spe­zi­el­len Sub­stra­ten not­wen­dig. Dane­ben wer­den che­mi­sche Test­kits benö­tigt, mit Hil­fe derer wöchent­lich die Wasser­werte über­prüft wer­den kön­nen. Auch bei der Rei­ni­gung der Ver­ar­bei­tung kommt ein spe­zi­el­ler Rei­ni­ger zum Ein­satz, wel­cher gleich­zei­tig effek­tiv und lebens­mittelecht sein muss.

Abfallentsorgung

Für die Ent­sor­gung der Fisch­ab­fäl­le, die beim Schlach­ten übrig blei­ben, ist ein spe­zi­el­les Entsorgungs­unternehmen zu beauf­tra­gen. Die meis­ten Anbie­ter ver­ar­bei­ten die Res­te und Lebens­mittel­abfälle wei­ter zu hoch­wertigen Ener­gieträ­gern für  Biogasanlagen.

Arbeitsaufwand

Der Arbeits­auf­wand in der Anla­ge selbst liegt für die Mast der Tie­re bei durch­schnitt­lich 8 Stun­den pro Woche. Hin­zu kommt die Arbeits­zeit für die Ver­ar­bei­tung und Ver­mark­tung. Die­se Zei­ten sind indi­vi­du­ell vom ver­folg­ten Vertriebs­konzept (Anzahl der Schlacht­tage, Vermarktungs­wege, Anzahl der Abneh­mer, Zusammen­setzung der Abneh­mer usw.) abhän­gig. Zur Ori­en­tie­rung kön­nen bei einem Direkt­vermarktungs­konzept mit einem hohen Anteil an Privat­kunden rund 40 Arbeits­stun­den für Ver­ar­bei­tung und Ver­mark­tung ange­nom­men wer­den. Dies ergibt in Sum­me 48 Arbeits­stunden pro Anla­ge pro Woche.

Es emp­fiehlt sich, die Arbeit auf meh­re­re Per­so­nen (z.B. 1 Vollzeit­angestellter, 1 Aus­hil­fe) zu ver­tei­len, da gewis­se Hand­griffe zu zweit effi­zi­en­ter ablaufen.

 gelös­ten  Der SEAWATER Cube umfasst neben dem Pro­duk­ti­ons­be­cken meh­re­re phy­si­ka­li­sche und bio­lo­gi­sche Fil­ter­stu­fen, wel­che alle par­ti­ku­lä­ren und gelös­ten Rest­stof­fe aus dem Pro­zess­was­ser rück­stands­los entfernen.

1er Modul
mit Container

Zur Außen­auf­stel­lung bie­ten wir unser Sys­tem in iso­lier­ten Ree­fer-Schiffs-Con­tai­nern an. So bringt die Anla­ge ihre Umhau­sung mit und kann nahe­zu über­all auf­ge­stellt werden.

2er Modul mit Versorgungscontainer

Durch den Betrieb meh­re­rer Modu­le erge­ben sich neben einem brei­te­ren Fisch­an­ge­bot für den Ver­brau­cher auch Syn­er­gien und Einspar­potenziale im Anlagenbetrieb.

Indoor Park
ohne Container

Für vor­han­de­ne Gebäu­de, die einer neu­en Nut­zung zuge­führt wer­den sol­len und den Betrieb einer Salz­was­ser-Aqua­kul­tur zulas­sen, bie­ten wir unser Sys­tem auch selbst­tra­gend ohne Con­tai­ner an.

Verarbeitung
im Container

Auch für die not­wen­di­ge Aus­rüs­tung zur Schlach­tung und Ver­ar­bei­tung des Fisches gibt es ein Con­tai­ner­mo­dul, das allen recht­li­chen Hygie­ne­an­for­de­run­gen gerecht wird.

SEAWATER MARKETING

Der Auf­bau einer Direkt­ver­mark­tung ist mit einem gewis­sen Arbeits­auf­wand ver­bun­den und benö­tigt etwas Zeit. Je nach Mar­ke­tinginvest kann damit gerech­net wer­den, dass es ca. 6–12 Mona­te dau­ert, bis sich die Nach­fra­ge auf­ge­baut hat. Die­se Arbeit zahlt sich aber mehr als aus, denn im direk­ten Kon­takt mit dem Ver­brau­cher fin­det man nicht nur treue Stamm­kun­den, Fans und Für­spre­cher, son­dern erhält auch viel posi­ti­ves Feed­back und Anre­gun­gen zur Ver­bes­se­rung und Wei­ter­ent­wick­lung des eige­nen Angebotes. 

Auf viel­fa­che Anfra­ge hin haben wir mit SEAWATER Fish in unse­rer Regi­on inzwi­schen erfolg­reich eine Mar­ke auf­ge­baut und ver­schie­de­ne Ver­triebs­kon­zep­te erprobt. Unser lang­fris­ti­ges Ziel ist es, dies auch über die Gren­zen hin­weg aus­zu­wei­ten. So wer­den wir Anla­gen­käu­fern künf­tig bei Inter­es­se Mar­ke­ting- und Ver­triebs­un­ter­stüt­zung im Rah­men eines Fran­chi­sin­gs anbie­ten. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hier­zu ger­ne auf Anfrage.

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